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Der große Wollüberhosen Test

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Ich liebe Wollüberhosen, nicht nur sind sie atmungsaktiver als PUL-Überhosen, sie nehmen den Uringeruch auch nicht so stark an, sodass man sie nur alle paar Wochen waschen muss! Richtig gefettet halten sie auch nachts gut dicht und irgendwie hab ich ein besseres Gefühl, wenn unser Kind in Wolle herumläuft. 😉
Inzwischen haben wir eine stolze Sammlung verschiedener Wollüberhosen. Hier also eine kleine Zusammenfassung.

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Pflege von Wollüberhosen

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Wollüberhosen sind für mich ja auch noch Neuland, aber nachfolgend eine Pflegeanleitung, die hier gut funktioniert.

Waschen

Die Wollüberhose kommt bei uns mit anderer Wolle/Seide/Spitzen-Wäsche in die Waschmaschine. Gewaschen wird im Wollwaschgang bei 30° mit speziellem Wollwaschmittel. Anschließend schleuder ich ganz normal bei 1200 Umdrehungen (ja, das hält die Wollüberhose aus). Danach lege ich die Überhose auf ein Handtuch und lasse sie im Zimmer vollständig trocknen.
Wichtig bei Wolle ist, sie keinen starken Temperaturschwankungen auszusetzen und sie nicht zu wringen oder auszuquetschen, davon gehen die Fasern kaputt.

Fetten

Die Wollkur stelle ich folgendermaßen her:
½ TL Wollfett mit 1-2 Tropfen Spülmittel in kochendem Wasser auflösen- die Flüssigkeit verfärbt sich dann weiß. Nun das Ganze in 2 Liter warmes Wasser geben und die Wollüberhose reinlegen. Ich drehe die Überhose dabei auf links- falls ein leichter Fettfilm zurückbleibt, ist der dann innen und nicht außen. Die Wollüberhose darf dann so ca. 3 h in der Wollkur ziehen, einige lassen sie auch nur für eine halbe Stunde drinnen oder sogar über Nacht.

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Die nasse, gefettete Überhose schmeiße ich dann noch mal in die Waschmaschine bei 1200 Umdrehungen und anschließend darf sie wieder auf einem Handtuch gelegt weiter trocknen (das dauert nicht länger als 12 h in der Wohnung).
Gewaschen und gefettet wird die Wollüberhose erst dann, wenn sie dreckig ist oder die Flüssigkeit nicht mehr hält. Das ist so etwa alle 2-3 Wochen. Ansonsten reicht es, die Überhose nach dem Benutzen auszulüften- Wolle säubert sich quasi selber, es bleibt also kein Urin-Geruch zurück.

Bei dem Wollfett ist es wünschenswert, eine besonders reine Qualität zu nehmen. Wollfett wird auch unter den Namen Wollwachs oder Lanolin verkauft. Die korrekte lateinische Bezeichnung lautet Adeps lanae. Das reinste Wollfett, das man bekommen kann, ist Adeps lanae anhydricus, welches wasserfrei ist und eine gelbe Farbe hat.

Und noch ein Tipp: Wenn ihr Wollfett in der Apotheke kaufen möchtet, müsst ihr aufpassen, dass sie euch auch das richtige geben. Denn oft wissen Apotheker nichts mit dem Namen anzufangen oder geben mit Paraffin vermischtes Wollfett heraus, welches unglücklicherweise ebenfalls als Lanolin bezeichnet wird. Zudem verlangen sie oft unverschämte Preise, so jedenfalls meine Erfahrung.

Alles Wolle oder was!

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Ich bin ganz ehrlich, ich habe mich nie an Wollüberhosen rangetraut. Das Waschen und Fetten kam mir viel zu umständlich vor und ich glaubte auch nicht, dass die wirklich dicht halten können. Aber vor kurzem hat mich dann doch die Neugierde (und Sucht nach neuen Windeln) übermannt und die erste Wollüberhose zog bei uns ein. Was soll ich sagen… ich bin begeistert!

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